Biologisch-dynamische Ausbildungen

Die Ausbildungsarbeit leistet einen entscheidenden Beitrag für die Entwicklung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft: Mit rund 250 Auszubildenden kommen jedes Jahr viele junge Menschen auf die Höfe und zahlreiche Betriebsleiter*innen haben selbst eine Biodynamische Ausbildung absolviert. Absolvent*innen der Biodynamischen Ausbildung bringen vielfach ihrerseits ein hohes Engagement mit, wieder Lehrlinge auszubilden.

Die Ausbildungen ruhen dabei vor allem auf dem Engagement der Landwirt*innen. Diese bilden praktisch aus, unterrichten auf Seminaren und nehmen als zwischen- und Abschlussprüfungen ab.  Für die Weiterentwicklung brauchen die Ausbildungsorganisationen finanzielle Unterstützung!

Folgende Ausbildungsgänge werden aktuell angeboten:

Die dreijährige Biodynamische Ausbildung

Die Biodynamische Ausbildung wird in den Regionen Westen, Norden, Osten und Süden von vier eigenständigen Trägerorganisationen auf insgesamt rund 250 Ausbildungsbetrieben angeboten.
Ziel der Ausbildung ist, dass Betriebsbereiche eigenständig geführt und Mitarbeiter angeleitet werden können. Die dafür nötigen Grund- und Fachkenntnisse werden in drei Ausbildungsjahren praxisnah erarbeitet. Dies geschieht u. a. durch die genaue Beobachtung von Boden, Pflanze und Tier an verschiedenen, vielfältigen Betriebsstandorten. Die Auszubildenden arbeiten drei Jahre auf biologisch-dynamischen Betrieben, Mindestens einmal im Verlauf der Ausbildung muss der Betrieb gewechselt werden. In monatlichen Seminaren findet eine stetige Begleitung statt. In Form von Unterricht, Beobachtungsübungen und Hoferkundungen, werden Theorie und Praxis fachlich vertieft. Künstlerische Einheiten fördern das soziale Miteinander und die persönliche Entwicklung.

Die Freie Landbauschule Bodensee

Seit 1978 bietet die Freie Landbauschule Bodensee in Zusammenarbeit mit den Demeter-Höfen und Gärtnereien der Region und deren Betriebsleitern, sowie nahestehenden Fachleuten, den theoretischen Unterricht für die biologisch-dynamische Ausbildung an. Eine besondere Chance in unserer Region liegt darin, dass viele Auszubildende trotz freier Schule schon nach zwei Jahren die staatliche Berufsabschlussprüfung ablegen dürfen.
Die wohl weltweit unerreichte Dichte an Demeter-Betrieben im nordwestlichen Bodenseeraum ermöglicht unseren Auszubildenden bereits während der Ausbildung viele nützliche Kontakte zu knüpfen, sowie berufsrelevante Alltagspraxis von den erfahrenen Gärtnern und Landwirten zu erfahren. Der Unterricht findet im Wesentlichen im Winterhalbjahr statt. Mitte Oktober feiert die Schulgemeinschaft gemeinsam den Schulbeginn. Jeder Jahrgang hat sechs Kurswochen, je eine Woche im Monat zwischen Oktober und März. Die Kurse finden auf den regionalen Höfen statt. Im Sommerhalbjahr werden ergänzend Kurzseminare, Exkursionen und Felderbegehungen angeboten.

Die Landbauschule Dottenfelderhof

Jahreskurs zur staatlich anerkannten Fachkraft für biologisch-dynamischen Landbau.
Das Landbauschuljahr führt hin zu einem persönlichen Zugang zur Biologisch-dynamischen Landwirtschaft und vermittelt die Grundlagen und ihre konkrete Umsetzung auf einem Betrieb. Die Schule ist eingebettet in den traditionsreichen, vielseitigen Dottenfelderhof. Kursbeginn ist im September des jeweiligen Jahres. Der Jahreskurs richtet sich an Menschen, die eine Berufsausbildung oder eine gleichwertige Tätigkeitszeit im landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Bereich abgeschlossen haben. Der Jahreskurs schließt mit einer Prüfung zur staatlich anerkannten Fachkraft für biologisch-dynamischen Landbau ab.

Viele hundert Menschen haben diese Ausbildungen in den letzten Jahren durchlaufen. Die Absolvent*innen gestalten unsere Bewegung als Betriebsleiter und Mitarbeiter auf Höfen, im Handel oder in der Forschung.