UNESCO Auszeichnung: Biodynamische Ausbildung ist Vorbild für Nachhaltigkeit

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutschen UNESCO-Kommission haben dem Netzwerk Biodynamische Bildung die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verliehen. 

 Am 7. Dezember 2022 fand die bisher dritte Auszeichnungsrunde für die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ statt. Dr. Andrea Ruyter-Petznek, Referatsleiterin für Bildung in Regionen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und Dr. Roman Luckscheiter, der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, zeichneten 16 Akteurinnen und Akteure für ihr herausragendes Engagement aus. Diese Initiativen erreichen Menschen mit innovativen Bildungsangeboten, Inhalten und Ideen und befähigen Lernende, aktiv und verantwortungsvoll an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken.  

 Das Netzwerk Biodynamische Bildung überzeugte die Jury durch sein vorbildhaftes Engagement für die Bildung und seinen besonderen Einsatz für die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Jakob Ganten, Geschäftsführer des Netzwerks, freut sich: „Die Auszeichnung hilft uns, weiter aus der Nische herauszutreten, sichtbar zu werden. Wir möchten einen relevanten Beitrag zur Ökologisierung der landwirtschaftlichen Berufsbildung und zur Nachwuchssicherung leisten – die erneute Auszeichnung ist uns hierbei Anerkennung und Ansporn zugleich.“  

Zum BNE Akteursprofil des Netzwerks Biodynamische Bildung

Hintergrund  

Das Netzwerk Biodynamische Bildung gGmbH
Das Netzwerk Biodynamische Bildung besteht aus den Bildungsträgern im biologisch-dynamischen Landbau. Gesellschafter sind die Ausbildungen im biologisch-dynamischen Landbau im Norden, Osten, Süden und Westen sowie die Freie Landbauschule Bodensee und die Landbauschule Dottenfelderhof. Die Vereine gestalten seit vielen Jahren eine konsequent ökologische Ausbildung auf Demeter-Höfen und bieten hier aktuell rund 350 Ausbildungsplätze an. 2019 haben sie sich zur gemeinsamen Weiterentwicklung im Netzwerk zusammengeschlossen. Um diese Ausbildungsarbeit bundesweit zu verbreiten und zu unterstützen, hat das Netzwerk den Demeter Ausbildungsfonds gegründet, worüber Spendengelder eingeworben werden.  

BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) 2030
Die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ würdigt Organisationen, Netzwerke und Kommunen, die sich im Rahmen des UNESCO-Programms BNE 2030 für eine lebenswerte, nachhaltige Gestaltung unserer Gesellschaft einsetzen. 
BNE 2030 steht für „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen“. Nachhaltige Entwicklung heißt, Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt sicherzustellen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. 
In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Das 2020 gestartete UNESCO-Programm BNE 2030 zielt darauf ab, die strukturelle Verankerung von BNE im gesamten Bildungssystem voranzubringen. In Deutschland wird BNE auf der Grundlage des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt.